Allgemein

In diesem Bereich der Webseite informieren wir Sie über aktuelle Themen und Entwicklungen.

Medizin für die Lebenden und die Toten

Seit Juli 2023 steht das renommierte Institut für Gerichtliche Medizin Innsbruck unter einer neuen Leitung: Mit Elke Doberentz hat das Institut eine ausgewiesene Expertin gewonnen, die in ihrem Forschungsgebiet, der forensischen Medizin, einen weiteren Schwerpunkt etablieren möchte. Sie konnte mit ihrem Team schon beachtliche Erfolge verzeichnen: Es ist ihr gelungen, Biomarker bei Brandopfern und zur Bestimmung des Wundalters zu identifizieren.

Friedvolle Feiertage und: 2024 wird gefeiert!

Geschätzte MitarbeiterInnen, liebe KollegInnen, liebe Studierende, verehrte Freundinnen und Freunde der Medizinischen Universität Innsbruck,

Digitale Herausforderungen willkommen

Sebastian Schönherr entwickelt am Institut für Genetische Epidemiologie Anwendungen, die es MedizinerInnen ermöglichen große Mengen medizinischer Daten zu analysieren und zu interpretieren. Als Informatiker betreibt er aber auch selbst medizinische Forschung. Im Oktober hat ihn Rektor Wolfgang Fleischhacker nun zum Professor für Digital and Computational Genomics berufen.

Neuer Grenzwert für Infarkt-Marker Troponin verändert Risikoeinschätzung nach Herz-OP

Die Prognose nach einer Herz-Operation wird maßgeblich vom Biomarker Troponin bestimmt. Dieses Protein kann nach einem Herzinfarkt, aber auch nach einer Bypass- oder Aortenklappen-OP im Serum erhöht sein und markiert das Ausmaß geschädigter Herzmuskelzellen. Nun belegen die Ergebnisse einer neuen Studie der Medizinischen Universität Innsbruck, dass der Grenzwert für Troponin für die Sterblichkeit bislang zu niedrig definiert war. Der neu berechnete Wert liegt deutlich höher.

In 3 Tagen das gesamte Erbgut vor Augen

Am Institut für Humangenetik der Med Uni Innsbruck steht der erste und einzige für die genetische Diagnostik verwendbare Long-Read-Sequenzierer Österreichs. Die knapp eine Million Euro teure Maschine erlaubt es, das gesamte Genom eines Menschen binnen kürzester Zeit zu lesen und ermöglicht es damit, Krankheitsursachen zu klären, die bisher als kaum oder gar nicht lösbar galten. Das Gerät ergänzt die von Innsbruck ausgehende Teilnahme Österreichs am Genomprojekt „Genome of Europe“.

Leben oder Tod einer Zelle

Im Rahmen des neuen, von der DFG und dem FWF bewilligten Sonderforschungsbereichs „Regulation of Cell Death Decisions“ forschen rund 20 Arbeitsgruppen unter der Federführung der Universität Konstanz (D) zum programmierten Zelltod. Ziel des Fortsetzungsprojektes ist es, ein besseres Verständnis darüber zu gewinnen, wie eine Zelle die Entscheidung trifft zu sterben. Mit dabei ist auch ein Team um den Entwicklungsimmunologen Andreas Villunger.

„Ultradistanz-RadathletInnen zeigen nach mehrtägiger Belastung deutliche Zeichen der Überwässerung“

Dass extremer Ausdauersport wie Ultraradfahren* zu körperlichen Überlastungs-symptomen führen kann, scheint naheliegend. Für den boomenden Rad- und Ultraradsport sind evidenzbasierte Daten bislang jedoch spärlich. In einer Pilot-studie an der Medizinischen Universität Innsbruck wurden erstmals die Auswir-kungen von Ultracycling auf den Elektrolyt- und Flüssigkeitshaushalt und das von Ultra-RadfahrerInnen berichtete Auftreten von Schwellungen an Augenlidern und Extremitäten untersucht.

Nicht nur eine harmlose Schwellung

Angioödeme sind in Tirol unterdiagnostiziert. Diese Wassereinlagerungen aus den Gefäßen treten selten auf, können aber mitunter lebensbedrohlich sein. Felix Johnson von der Univ.-Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde der Med Uni Innsbruck hat mit KollegInnen in Deutschland eine Studie durchgeführt, bei der die Wirkung eines vorbeugenden Medikaments für bestimmte Angioödem-Varianten erstmals bestätigt werden konnte. An der Innsbrucker HNO wurde eine Angioödem-Sprechstunde eingerichtet.

Porträt Mahmud Hamsheri: Vielen Dank an Österreich

Sein Ziel Arzt zu werden hat Mahmud Hamsheri nie aus den Augen verloren. Auch nicht, als er als 20-Jähriger aus Syrien über das Mittelmeer flüchten musste und ohne ein Wort Deutsch zu können als Asylwerber nach Österreich kam. Er lernte die Sprache, bestand den Medizin-Aufnahmetest in Innsbruck und absolvierte das Studium, während er nebenbei berufstätig war. Vor kurzem hat er sein Studium abgeschlossen. Für seine Dankesrede bei der Akademischen Feier erhielt er Standing Ovations.

Zusammenarbeit im besten Sinne

Atmen, Hören, Schmecken, Schlucken und Riechen sind überlebenswichtige Körperfunktionen. Diese bei einer Erkrankung bestmöglich zu erhalten, ist oberstes Ziel jeder Behandlung. Die neue Direktorin der Univ.-Klinik für Hör-, Stimm- und Sprachstörungen (HSS), Simone Graf, arbeitet gemeinsam mit Benedikt Hofauer an neuen Diagnose- und Behandlungsmethoden. Der Absolvent der Medizin Uni Innsbruck leitet seit 1. Juni die Innsbrucker Univ.-Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde (HNO).

Innsbrucker Radiologin leitete EU-Schlaganfall-Studie in Österreich

PatientInnen mit schwerem Schlaganfall profitieren von einer kombinierten Behandlung mit Medikamenten und der Katheter gesteuerten Entfernung des Blutgerinnsels direkt aus dem Gehirn. Das bewies die großangelegte TENSION-Studie, deren Ergebnisse kürzlich in The Lancet publiziert wurden. Elke Gizewski, Leiterin der Univ.-Kliniken für Radiologie und Neuroradiologie an der Med Uni Innsbruck, zeichnete gemeinsam mit dem Schlaganfall Team für das Projekt in Österreich verantwortlich.

Neue Option für die Planung von Herzklappen-Interventionen

Die Computertomografie (CT) hat sich bei der Vorbereitung von Eingriffen wie dem Transkatheter-Aortenklappenersatz (TAVI) bewährt. Nahezu die Hälfte der PatientInnen mit erworbener Verengung der Herzklappen leidet jedoch an einer chronischen Nierenerkrankung, was gegen den Einsatz von CT-Kontrastmitteln spricht. Eine randomisierte Studie belegt nun erstmals, dass die Kardiale Magnetresonanztomografie für die TAVI-Planung ebenso geeignet ist – ein Lichtblick für eine schonendere TAVI-Abklärung.

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